Oppenauer Geschichtsraum
Glasgemäldescheiben
aus dem 16. und 17. Jahrhundert
Oppenau besaß die niedere Gerichtsbarkeit
Hier eine Ratssitzung um 1620 mit dem württembergischen Vogt Jeremias Rebstock.
Weitere Bilder in herrlichen Farben aus dem Amts- und Rathaus zieren eine Fensterfront des Museums: das Wappen des Bischofs Erasmus von Straßburg (1551), das Stadtwappen Oppenau (1617) und acht Ratsherren von Oppenau (1588-1617).
Hier einige Glasgemälde sowie Ausschnitte daraus. Manche der gezeigten Detailbilder sind im Original nicht viel größer als eine Briefmarke, umso mehr beeindruckt die Perfektion der alten Meister in diesen Vergrößerungen.
Ausführliche Informationen zu unseren Glasgemäldescheiben finden Sie hier:
Bilder und erste Fotografien aus Oppenau
Bilder und Fotografien
– von Persönlichkeiten, die am Aufbau von Oppenau nach der Säkularisation, im 19. und 20. Jahrhundert maßgeblich beteiligt waren.
Hier beispielhaft das Bild des Oppenauer Pfarrers Franz Xaver Rapp, während dessen Amtszeit (1821 bis 1846) die heutige Stadt- und Pfarrkirche St. Johann Baptist erbaut wurde.
Ferner war er Mitbegründer und lange Zeit im Vorstand der Oppenauer Sparkasse, einer der ersten Kassen im badischen Land.
Bilder und Fotografien
– von Vereinen, Feuerwehr, Sparkassen, Wirten, u. a.
– Alte Stadtansichten: Lithografien und Fotos aus der Kaiserzeit vor / um 1900 zeigen die Entwicklung der Stadt.
Steuerakten 30jähriger Krieg
Der 30jährige Krieg hinterlässt Spuren in Oppenau
Originaldokumente aus der Zeit des 30 jährigen Kriegs:
Eine 41 seitige Aufstellung über alle im Jahr 1632 angefallenen Kosten - Summa Summarum 2880 Gulden und 34 Pfennige - wurden durch die Gemeindeorgane geprüft und für korrekt befunden.
Aber auch die Besetzung durch schwedische Truppen ab 1632 ist dokumentiert.
Der protestantische Herzog von Osnabrück schreibt an einen schwedischen Offizier in Oppenau. Das Schreiben existiert leider nicht mehr, aber das prächtige Siegel liegt im Museum zu Oppenau.
Ofenplatten
Eine größere Sammlung von Ofenplatten, die teilweise als Kaminverzierung, teilweise als Takenofen gedient haben, dokumentiert die Wohnkultur im Renchtal.
Die älteste Platte aus dem Jahr 1590 zeigt „Johannes Hochzeit in Kana“. Sie erzählt die Geschichte wie Jesus Wasser in Wein wandelt.
Ausführliche Informationen zu unseren Ofenplatten finden Sie hier:
Ofenplatten mit religiösen Motiven
Ofenplatten mit Wappenmotiven
Ofenplatten mit Motiven aus der Mythologie
Ahnenforschung
Familien-Stammtafeln und Akten von Oppenauer Geschlechtern, deren Sitz im Renchtal dokumentiert ist:
„Roth“ seit 1347 - „Erdrich“ seit 1588 - „Fischer“ seit 1582 - „Muckenhirn“ seit 1746
Hier Besipiele aus Roth und Muckenhirn.
Schreinerhandwerk
Eine umfangreiche Sammlung von Schreinerwerkzeugen gibt einen Einblick in ein altes Handwerk.
Dokumentation Gastliches Oppenau
Gastliches Oppenau
Noch im Jahr 1900 bestanden auf dem Gebiet der Kernstadt 27 Gasthäuser, deren ältestes, die „Linde“ bereits 1343 erwähnt ist. Dort, unter der Gerichtslinde in der Nähe der Pfarrkirche, sprachen die Huber Recht.
Das Gebäude der „Sonne“, 1617 nach dem großen Brand als größtes Haus wiederaufgebaut, beherbergt noch heute ein Gasthaus dieses Namens.
Zwei alte Wirtshausschilder vom „Bären“ und „Rössle“ zeugen von vergangener Herrlichkeit.
So viele Gasthäuser erforderten ein Eichamt: die Eichmaße des Gerichts der Stadt Oppenau dokumentieren, wie penibel die Wirte und Händler geprüft wurden.
Eine umfangreiche Dokumentation über die Gasthäuser von Oppenau von 1615 bis Mitte 20. Jahrhundert finden Sie hier: